Hör-Spracherziehung

Therapie
Therapie

Kommunikation als Basis für den Hör- und Spracherwerb

Kommunikatives Verhalten ist die Grundlage sozialen Handelns und damit die Voraussetzung für geistige und emotionale Entwicklung. Hören und Sprechen ermöglicht uns den Aufbau von Sprachkompetenz. Sprache ist der Weg, den wir vor allen anderen zur Kommunikation nutzen, insbesondere im Informationszeitalter, in dem uns die Technik beispielsweise mittels Schriftsprache auch den Austausch über weite Entfernungen ermöglicht.

Kinder, die schwerhörig oder taub geboren werden oder früh ihr Gehör verlieren, sind ohne Hörhilfen über Lautsprache kaum erreichbar. Die natürliche Kommunikation, die Eltern schon mit jungen (hörgesunden) Kindern intuitiv pflegen, erfährt bei hörgeschädigten Kindern immer wieder Brüche, da diese den Kommunikationsprozess häufig nicht mittragen können. Auch Eltern sind häufig verunsichert, wie sie den Kontakt zu ihrem nicht hörenden Kind herstellen oder aufrecht erhalten können. Daraus können Missverständnisse und Frustration entstehen, die die Beziehung belasten. Kommunikation lebt davon, dass sich zwei oder mehr Personen aufeinander beziehen, dass sie sich in ihren Äußerungen abwechseln (turn-taking) und vor allem, dass sie den Kommunikationsweg des anderen verstehen.

Der erste Schritt der Förderung ist der Aufbau eines kommunikativen Verhaltens. Hier ermutigen wir die Eltern, ihrem Kind vielfältige Kommunikationsangebote zu machen und auch Verhaltensweisen des Kindes zu erkennen und zu verstehen. Lebhafte Stimmmodulation und Sprache, entsprechend der Hör- und der Gesamtentwicklung des Kindes, kommen hier zum Einsatz. Mit dem Wissen um den natürlichen Spracherwerb fördern wir die Kinder, beraten die Eltern und tauschen uns mit den Fachleuten am Heimatort des Kindes aus. Regelmäßige Sprachstandserhebungen und halbjährliche Berichte während der Basisrehabilitation helfen allen Beteiligten, die Familie bestmöglich zu unterstützen.

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